Nicht nur Stahl
Seit dem 01.09.2024 ist Anastasiia Stahl Teil des tragwerkeplus-Teams. Herzlich Willkommen.
Anastasiia studiert an der HFT Stuttgart Bauingenieurwesen und absolviert bis zum Februar ihr Studienpraktikum.
Warum hast du dich für ein Praktikum bei tragwerkeplus entschieden?
Bei tragwerkeplus sehe ich die Möglichkeit, einen guten Überblick über die verschiedenen Fachrichtungen des konstruktiven Ingenieurbaus zu gewinnen – vom Massivbau und der Geotechnik bis hin zu Brückenbau und Umbau. Viele Projekte, die im Büro geplant werden, sind Kitas, Schulen, Brücken, Kirchen etc., die anschließend hier in der Region realisiert werden. Das gibt einem ein gutes Gefühl, weil man dadurch auch einen kleinen Beitrag zur Gesellschaft leistet.
Außerdem wurde ich vom ersten Tag an von meinen Kollegen herzlich aufgenommen. Das hat mir wiederum das Gefühl vermittelt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Was versprichst du dir aus fachlicher Sicht?
Erstmal möchte ich in den Beruf eines Bauingenieurs einsteigen und sehen, was ich bereits kann und was noch gelernt und geübt werden muss. Ich finde Holzbau, Geotechnik und Bauen im Bestand besonders interessant und ich freue mich schon, bei Projekten aus diesen Fachrichtungen mitzuarbeiten.
Welche baulichen Zukunftsthemen beschäftigen dich?
Aktuelle Themen, die mich im Bauwesen interessieren, sind zirkuläres Bauen, Umbau und Umnutzung von Gebäuden sowie adaptive Tragwerke.
Was ist dein beruflicher Plan für die Zeit nach dem Studium?
Es wird oft gesagt, dass es etwa zwei Jahre nach dem Studium dauert, bis man als Ingenieur selbstständig arbeiten kann. Dies ist mein nächstes Ziel, und ich nehme mir vor, fleißig zu arbeiten und immer weiter für den Beruf zu lernen.
30 Jahre nachhaltiges Bürogebäude
Jubiläum - Nachhaltigkeit - Zuhause
Vor 30 Jahren wurde unser Bürogebäude gebaut. Obwohl es sich stark verändert hat, ist der "Charme" der 90er Jahre geblieben. In der "Mikado" wurde der Bau seinerzeit veröffentlicht.
Das Gebäude ist mit Ausnahme der Einzelfundamente in reiner Holzbauweise realisiert. Die aufgeständerte modulare Bauweise sorgt dafür, dass eine Aufstockung und Erweiterungen einfach möglich sind. Im Inneren sind viele Wände nichttragend, sodass höchste Flexibilität für die Umnutzung besteht. Wir nennen das nachhaltiges Bauen aus den 90er Jahren.
Auch nach 30 Jahren fühlen wir uns in unserem Gebäude noch zuhause. Die Türen sind immer offen und der Grundriss hat sich unseren neuen Anforderungen angepasst.
Projekt: Bürogebäude Reutlingen
Bauherr: Horst Kern, Reutlingen
Architekt: Gerald Horner
Tragwerksplanung: Nikolaus Nebgen, Reutlingen
Ausführung: Zimmerei Kern, Reutlingen
Bauzeit: Januar 1994 - Mai 1994
Verlag: Weka Media, Kissing
Fotos: N. Baradoy, Tübingen - Jens Kramer, Neu-Ulm
es geht rund!
Das landwirtschaftliche Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) in Aulendorf ist eine landeseigene Institution zur praxisorientierten Wissensvermittlung in der Landwirtschaft. Die Planungsaufgabe umfasst den Neubau von zwei Güllebehältern mit je 3.100 m³ Fassungsvermögen.
HyBro- Hybridgebäude Brodbeck
Auf dem bisherigen Parkplatz der Firma Gottlob Brodbeck in der Maienwaldstraße in Metzingen entsteht zurzeit das 7- geschossige Hybride Park- und Bürogebäude. Gestapelt sind 4 Geschosse Parken, 2 Geschosse Arbeiten und 1 Geschoss Technik.
Fotos: Gottlob Brodbeck GmbH und Co. KG
Groß, aber auch für Klein
In Kitzingen entsteht unter einer rechteckigen, ca. 100 m x 20 m großen Dachlandschaft aus höheren und nicht so hohen Bereichen, ein multifunktionales Haus für Jugend und Familie zur Nutzung durch die Einwohner von Kitzingen.
Unter dem Dach gehen Innen- und Außenbereiche ineinander über. Das Konstruktionsprinzip des fugenlosen Baukörpers ist einfach: Eine ebenengleiche Holz-Balkenlage lagert auf Brettsperrholzwänden, die auf einer elastisch gebetteten Stahlbetonplatte aufstehen. Zur Zeit wird noch ausgebaut.
Das neue Radlernest wird direkt daneben gebaut und vervollständigt die Anlage.
Wir freuen uns auf das Ergebnis!
Zum Tod von Eberhard Kromer
Am 03.05.2024 ist unserer früherer Partner und Kollege Eberhard Kromer verstorben. Das Mitgefühl des gesamten tragwerkeplus Teams gilt seiner Familie.
Unseren tiefsten Dank an Eberhard möchten wir durch den schon zu seinem Abschied veröffentlichten Blog ausdrücken:
Du hast mit deinen Partnern 1971 den „Ingenieurring für Bauwesen“ gegründet, dein Ingenieurbüro, welches später unter dem in Reutlingen und Umgebung bestens bekannten Namen „Müller und Kromer“ firmierte. Du warst kein Mann der großen Worte, du hast viel lieber durch deine Taten geglänzt. Sehr viele deiner oft langjährigen Kunden, und ganz gewiss alle deine Angestellten und Partner, schätzten deine schnelle Auffassungsgabe, deine präzisen Überschläge, deine klaren und kurzen Abhandlungen und deine unaufgeregte Menschlichkeit. Statik war für dich nur eine Hilfswissenschaft. Wir alle konnten von dir sehr viel lernen und wir haben durch dich unsere Arbeitsweise manchmal wieder neu eingenordet.
Als du dich 2011 nach 40-jahriger Selbstständigkeit dazu entschlossen hast dein „Lebenswerk“ in jüngere Hände zu geben, warst du uns ein ehrlicher und fairer Verhandlungspartner. Deine Verpflichtung, uns weitere 5 Jahre mit abnehmender Präsenz zur Seite zu stehen, haben beide Seiten als Gewinn verstanden. Du hast dich uns untergeordnet und dich in den Dienst von tragwerkeplus gestellt. Die modernen Arbeitsweisen und Abläufe hast du einfach übernommen und dich nicht einmal beklagt. Deine Aufgeschlossenheit und dein Vertrauen uns gegenüber wurde am eindrücklichsten, als du nach 40 Jahren „Herr Kromer“ auf uns alle mit den Worten „dann bin ich der Eberhard“ zugekommen bist. Wir ziehen alle Hüte vor dir.
Aus den 5 Jahren wurden 10 Jahre, in denen du uns als Partner im besten Sinne begleitet hast. Dir war es weiterhin wichtig, im täglichen Arbeiten produktiv zu sein. Das hast du geschafft. Auch wenn du für alle ein offenes Ohr hattest, hast du uns dein großes Wissen nicht aufgedrängt. Wir mussten und durften es manchmal aus dir heraussaugen.
Danke für alles!
Firma Wilken erweitert ihren Standort Greven
Die Firma Wilken Software Group erweitert ihren Standort Greven auf dem ca. 6.000 m² großen Firmengelände direkt am Flughafen Münster/Osnabrück nach dem Entwurf der Rapp Architekten aus Ulm.
Die beiden zweigeschossigen Gebäudeflügel des Verwaltungsgebäudes sind durch einen Zwischenbau und einen Steg miteinander verbunden. Die Grundrissabmessungen der jeweiligen Baukörper betragen je ca. 58m x 12m und haben eine Höhe von ca. 10m.
Oberhalb der Bodenplatte ist die gesamte Konstruktion aus Holz. Die kurzgespannten Decken sind aus Brettsperrholz, die weitgespannten sind Balkendecken mit dünner Brettsperrholzplatte. Sie liegen jeweils auf Holz-Unterzugsystemen mit Stützen auf, wobei die Systeme an den Außenachsen in die Wandkonstruktion eingebunden sind. Treppenraum und aussteifende Wände sind aus Brettsperrholz, Außenwände und nichttragende Innenwände sind in Holzrahmenbauweise vorgesehen.
Die Treppenkonstruktionen sind Stahlkonstruktionen mit Zwischenpodesten.
Der Neubau wird über eine tragende Bodenplatte mit Verstärkungsstreifen im Bereich der Lastpunkte gegründet.
Das gesamte Gebäude soll nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. zertifiziert werden.
Scho(ö)n anders!
Inzwischen ist der Ersatzüberbau der abgebrannten Brücke über den Neckar an der Neckarburg in Rottweil fertiggestellt. (siehe auch "war(u) sanieren?" und "Über den Neckar an der Neckarburg").
Statt der historischen Schindelbrücke ist ein Holzbalken über den Neckar gelegt.
Das Primärtragwerk ist eine stählerne, materialeffiziente und langlebige Stahlkonstruktion, die mit einer hölzernen Sekundarkonstruktion belegt ist und auf den ertüchtigten Bestandswiderlagern ruht.
Holzbau für Jugend und Familie
In Kitzingen entsteht unter einer rechteckigen, ca. 100 m x 20 m großen Dachlandschaft, aus höheren und nicht so hohen Bereichen, ein multifunktionales Gebäude zur Nutzung durch die Einwohner von Kitzingen.
Unter dem Dach gehen Innen- und Außenbereiche ineinander über.
Der Entwurf ist von langensteiner bienhaus architekten aus Ettlingen die als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangen sind.
Das Konstruktionsprinzip des fugenlosen Baukörpers ist einfach: Eine ebenengleiche Holz-Balkenlage lagert auf Brettsperrholzwänden, die auf einer elastisch gebetteten Stahlbetonplatte aufstehen.
Jetzt hat die Stadt Kitzingen das Richtfest ausgerichtet. Die Abmessungen und Dimensionen sind schon schön sichtbar. Wir sind auch schon gespannt und freuen uns auf das Endergebnis.
Integraler Teamplayer
Seit Anfang September absolviert Chris Breusch sein Pflichtpraktikum bei tragwerkeplus. Den Studiengang Bauingenieurwesen, mit Fachrichtung energieeffizientes Bauen mit Holz, studiert er seit Oktober 2021 an der Technischen Hochschule in Rosenheim.
Wie kommst du zu dem Studium in Rosenheim?
Ich bin in Reutlingen aufgewachsen und habe hier 2019 mein Abitur gemacht. Anschließend entschied ich mich für eine Ausbildung zum Zimmerer. In der Ausbildung habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit Holz Freude bereitet und in dem Werkstoff ein großes Potential steckt. Auf diesem Gebiet wollte ich mich nach meiner Ausbildung weiterbilden und habe mich für die Hochschule in Rosenheim entschieden, da diese einen großen Wert auf das nachhaltige Bauen mit dem Werkstoff Holz legt, aber auch den Massiv-, Stahl-, und Ingenieurbau nicht vernachlässigt.
Wie bist du auf tragwerkeplus aufmerksam geworden und warum hast du dich für ein Praktikum hier entschieden?
Tragwerkeplus wurde mir zunächst von einem Nachbarn empfohlen, der vor einiger Zeit einen begeisternden Vortrag von Markus Vollmer über die Projekte und Tätigkeitsbereiche des Ingenieurbüros gehört hatte. Anschließend habe ich auf der Homepage und den sozialen Medien von tragwerkeplus recherchiert und mir ist schnell klar geworden, dass ich hier mein Praktikum absolvieren möchte. Nicht nur die fachlichen Bereiche, welche sich mit meinen Interessen überschneiden, sondern auch das Arbeitsklima und die Nähe zu den Kolleg/-innen wurde beim Bewerbungsgespräch schnell deutlich und haben mich sofort überzeugt.
Was versprichst du dir von deinem Praktikum bei tragwerkeplus?
Mein Ziel ist es so viel wie möglich zu lernen. Die erlernte Theorie, welche im Moment noch viele einzelne „Bausteine“ darstellt, soll immer mehr ein großes Ganzes ergeben. Dabei geht es vor allem darum die Vorgehens- und Arbeitsweisen eines Ingenieurs zu verstehen und zu verinnerlichen.
Insbesondere die Bereiche nachhaltiger Holzbau, Brandschutz und Bauphysik interessieren mich sehr. Bei tragwerkeplus werde ich auf diesen Gebieten bestens unterstützt und gefördert und lerne durch das Begleiten hochinteressanter und zukunftsweisender Projekte viel Neues, was mich in meiner Praktikums- und auch Berufswahl immer wieder bestätigt.
Was ist dein beruflicher Plan für die Zeit nach dem Studium?
Hier gibt es einige interessante Möglichkeiten. Das Wichtigste ist für mich Erfahrungen in der Branche zu sammeln und daraus viel zu lernen. Auf jeden Fall soll das Planen, Bauen und Voranbringen des Holzbaus eine Rolle in meiner beruflichen Laufbahn spielen.