Im Jahr 2024 führte ein außergewöhnlich starkes Regeereignis im Welzheimer Wald zu erheblichen Schäden auch an Verkehrswegen. Der Abschnitt der Landesstraße L1080 zwischen Klaffenbach und Welzheim war sehr stark betroffen. Aus den Niederschlägen resultierten Hangrutschungen und Erosionen welche die Böschungen destabilisierten. Wir dürfen die Sicherungsmaßnahmen für das Regierungspräsidium Stuttgart an verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Maßnahmen planen.

An der Laufenmühle unterhalb des Viaduktes kam es zu einer etwa 20 m langen und bis zur Wieslauf hinabreichenden Rutschung, die auch den neben der Straße verlaufenden, ca. 3 m breiten Gehweg miterfasste. Als Sanierungsmaßnahme wir hier der Wiederaufbau der talseitigen Böschung mit einer Bewehrten-Erde-Konstruktion realisiert.

Vor dem Aufbau der Konstruktion wurde das talseitige Gelände bis zum Felshorizont ausgeräumt. Die Bewehrte-Erde-Konstruktion ist in 2 Höhenabschnitten direkt auf dem Felshorizont aufgebaut. Bei den unteren ca. 3 m sind vorgesetzten Gabionen (Neigung ca. 10:1) mit einem Bodengitter an die dahinterliegende Geogitterkonstruktion rückverhängt. Der obere Konstruktionsteil ist mit „Halbgabionen“ (Neigung ca. 70°) ausgeführt. Am Übergang der Konstruktionen ist eine Berme belassen, die auch als Begehungsweg zur Prüfung der Konstruktion dient.

Zur Ableitung des abfallenden Oberflächenwassers dient ein Drainteppich (Grobkorn als Filterschicht) am bergseitigen Anschluss der Bewehrten-Erde-Konstruktion.

Der talseitig vorgelagerte Bereich der Konstruktion zur Wieslauf hin, ist mit einer vermörtelten erosionssicheren Steinschüttung ausgebaut.