Holzbau um Zirkus

Wir machen keinen Zirkus um Holzbau … sondern umgekehrt!

An der Hechinger Straße in Tübingen wächst derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Palazzo der Massivbau für ein spannendes und vielseitiges Projekt aus dem Boden. Palazzo ist auch der Name des Gesamtprojektes.

Die GWG Tübingen als Hauptbauherrin verwirklicht hier ein Ensemble von drei Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungen.

Das Haus A beherbergt im Unter- und Erdgeschoss eine Sport- und Trainingshalle, Bewegungsräume und Geschäftsräume des Zirkus ZAMBAIONI. Hier kommt Massivbauweise zum Einsatz. Bauherr ist die Stadt Tübingen.
Darüber entsteht Wohnraum auf 3 Geschossen in Holzbauweise mit Holzrahmenbauwänden und Decken aus Brettsperrholz.

Im Erdgeschoss des Haus B sind Gewerberäume untergebracht. Weiter folgen 3 Geschosse in Holzbauweise für Wohnungen. Besonderheit hier: Die Außenwände werden in Stroh-Holz-Lehmbauweise errichtet.

Das Haus C bietet später Wohnraum auf 6 Geschossen in Holzbauweise. Hier kommen dann auch Wände aus Brettsperrholz zum Einsatz.

Unter den Gebäuden B und C erstreckt sich eine gemeinsame Tiefgarage. Auf drei Seiten des Areals sind Baugrubensicherungen erstellt worden.

Für die GWG Tübingen dürfen wir die Tragwerksplanung der Gebäude sowie die Verbauplanung übernehmen.

Architekten:
Schwille Architektenpartnerschaft (HAUS A)
Partner und Partner Architekten (Haus B+C)

Rohbaufirmen:
G. Brodbeck Massivbau gesamt
Nathanael Tjhen Holzbau A+B
Syndikat AG Holzbau C

Titelbild: © Partner und Partner Architekten / Schwille Architekten

 

 

 

 


Marienburger Straße Tübingen

Das Dreieck zwischen dem Französischen Viertel, den Stadtwerken und der B27 Stuttgarter Straße war bis zuletzt mit Parkplätzen, Lagerhallen und Altbauten belegt. Nun entsteht hier ein neues Wohnquartier für bis zu 400 Menschen. Gebaut wird von Baugenossenschaften, Baugruppen sowie der GWG Tübingen. Infos unter Homepage Stadt Tübingen.

Unter parallel laufenden Erschließungsarbeiten war im Frühjahr der Baustart für den Hochbau. Seit dem geht es schnell voran. Die Baustellen haben enge Zeitpläne, wenig Platz und große logistische Herausforderungen.

Für die GWG Tübingen dürfen wir die Tragwerksplanung von zwei Wohngebäuden übernehmen:

Das Haus 1 ist unterkellert, hat ein massives Erdgeschoss und fünf Obergeschosse in reiner Holzbauweise in Gebäudeklasse 5.
Haus 2 besteht aus dem massiven Erdgeschoss und 4 Obergeschossen aus Holz in Gebäudeklasse 4. Beide Gebäude sind mit Wänden und Decken aus Brettsperrholz geplant. Balkone werden in Stahlbauweise vorgehängt. Für Bäder kommen Fertignasszellen zum Einsatz.

Für die Sicherung der Baugrube wurde ein Verbau von uns geplant.
Zur Gründung von Haus 2 kamen Rüttelstopfsäulen als Baugrundverbesserung zum Einsatz.

Architektur: Rapp Architekten

Bauleitung: w5 Planungsgesellschaft

Unternehmer: ARGE Flack Schaible Holzbau und G. Brodbeck

Haus 2 im 2. Obergeschoss
Haus 1 Erdgeschoss

Schwarzwald-Tour '24

Auf einer Tagesexkursion an den Rand des Schwarzwalds konnten wir einige spannende Eindrücke sammeln.

Erste Station: Firma BÜHLER STAHLBAU in Altensteig. Hier durften wir erfahren, wo und wie man richtig große Stahlbauten plant, fertigt und montiert. Vom Konstruktionsbüro bis in die Lackiererei beeindruckende Präzision, Dimensionen, Anlagen, Tonnagen ...

Danach konnten wir bei HolzBauWerk Schwarzwald in Seewald-Besenfeld live die Produktion von Brettsperrholz (CLT) erleben. Die 'Industrie-4.0-Fabrik' fertigt seit 2023 CLT-Elemente aus heimischen Fichten und Tannen und beliefert nun vor allem regional den süddeutschen Raum. Aus den sägefrisch angelieferten Brettern werden nach Trocknung, Hobeln, Keilzinken, Kleben ... großflächige Wand- und Deckenbauteile hergestellt. Nach dem CNC-Abbund und Schleifen kommen die Elemente auf Wunsch auch in feinster, astfreier Sichtqualität auf die Baustelle.

Zuletzt machten wir Halt an der Baustelle der Hochbrücke Horb. Hier entsteht derzeit in bis zu 70 Metern Höhe eine 670 Meter lange Überquerung des Neckartals. Die Brücke verbindet die Seiten 'Nordstetten' und 'Rauschbart' und soll ab 2026 die Stadt Horb vom Durchgangsverkehr der Bundesstraße B32 entlasten. Die Baustellenführung durch das Planungsbüro Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure, Stuttgart gab uns spannende Fakten zu diesem beeindruckenden Bauwerk.

Wir danken allen beteiligten Firmen für das entgegengebrachte Engagement!


Kindheitstraum im Baum

Baumstation Sophienpflege in Tübingen

Am Rande des Naturparks Schönbuch im Tübinger Teilort Pfrondorf durften wir mal ein ganz besonders Projekt begleiten: Die Errichtung eines Baumhauses! Nicht wie in Kindheitstagen mit ein paar Brettern, Ästen und Schnüren ... sondern professionell mit Douglasie-Holz, Baumschrauben, Glasscheiben, Edelstahlnetzen und Gittertunnel. Und natürlich einem Baugesuch! Zur Anlage gehören auch eine große Plattform mit Seilnetzen und ein Verbindungssteg hinüber zu den neugestalteten Außenanlagen der Sophienpflege. Die Baumstation dient der Erlebnispädagogik der Jugendhilfeeinrichtung.

Auftraggeber: Sophienpflege Evangelische Einrichtungen für Jugendhilfe Tübingen e.V.
Ausführende Firma: Joachim Kaiser & Sigurd Hafen GbR, Tübingen
Entwurf: Miriam Lüer, Külsheim
Fotograf: tragwerkeplus


Der nächste Winter kommt bestimmt!

Direkt an der A81-Ausfahrt Böblingen/Sindelfingen auf dem Betriebshof der Straßenmeisterei sind die beiden Neubauten für KfZ/LKW-Werkstatt und das Salz- und Kehrgutlager entstanden.

Im Auftrag des Generalunternehmers Gottlob Brodbeck GmbH & Co. KG
durften wir zusammen mit plus bauplanung GmbH dieses Projekt des Zweckverbands ZVTB Böblingen/Sindelfingen verwirklichen.

Die Lagerhalle für Streusalz, Splitt und Kehrgut ist als Hybridbau aus Stahlbeton-Fertigteilstützen, Ortbetonwänden und einer Holzkonstruktion für Schüttwände und Dachtragwerk errichtet. Die Lasten aus Schütthöhen bis zu 6 m werden über ein Fundament-Rahmensystem und die eingespannten Stützen abgetragen.
Das Werkstattgebäude besteht aus einem Fertigteil-Skelettbau mit massiver Brandwand gegen die Nachbarhalle und einem eingeschossigen Einbau. Ein Trapezblechdach und Blech-Sandwichwände bilden den äußeren Abschluss. Die Halle ist für Wartung schwerer LKW mit Grube, Hebebühnen und Kranbahn ausgestattet.


Hochbetrieb im Hinterhof

An diesem sonnigen Freitag war Spatenstich und Baubeginn für den Erweiterungsbau des Rathauses in Ofterdingen.

Wir sind bei diesem spannenden Projekt mit der Tragwerksplanung für Gebäude, Unterfangungen und Baugrubenverbauten beauftragt. Der Entwurf des Architekturbüros Glück + Partner GmbH Freie Architekten BDA ging als Sieger eines Wettbewerbs hervor. Auf dem massiven Untergeschoss wird ein dreigeschossiger Holzbau mit Bürgerbüro, Verwaltung und Ratssaal entstehen. Der langgestreckte Baukörper schließt im Hinterhof an den historischen, rund 500 Jahre alten Fachwerkbau an. Die ehemalige Brachfläche wird später neuer Haupteingang und Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Neben der Holzbauweise, der Dachdeckung mit PV-Ziegeln und einer Geothermie-Anlage wird auch die Fassade aus Ziegel-Keramik ein echtes Highlight. Die Gemeinde Ofterdingen hat sich damit für eine nachhaltige und hochwertige Investition entschieden.

Noch während des Umtrunks mussten Stehtische beiseite geräumt werden. Es rollten Großbohrgerät und Betonmischer heran und die Arbeiten des Baugrubenverbaus begannen.


Doch (noch) ganz ruhig hier

Direkt an der B10 Stuttgart-Esslingen im Ortsteil Stuttgart-Wangen steht nun das neue Jugendhaus der  Stuttgarter Jugendhaus gGmbH. Geplant wurde das Projekt von plus+ bauplanung GmbH aus Neckartenzlingen.

Der dreigeschossige Neubau ist in Massivbauweise errichtet und steht auf einer Sondergründung aus Rüttelstopf-Säulen. Von der B10 aus gesehen ragt das Gebäude über die Lärmschutzwände hinaus und sticht im Gegensatz zum übrigen Umfeld als kühner Holzkörper heraus. Jenseits der Lärmschutzwand bieten die großzügige Dachterrasse, der Laubengang und der Garten beste Voraussetzungen für Aktionen mit Jugendlichen. Im Erdgeschoss mit Saal und Bistro wird es bestimmt in Kürze auch mal lauter zugehen, wenn das Haus bezogen ist und die ersten Feste steigen! In den Obergeschossen sind weitere Jugendräume und Büros. Von der B10 ist hier Dank Betonwand und hochwertigen Fenstern nichts zu hören.


#allesdichtmachen

Im Gebiet „Storlach“ am Reutlinger Stadtrand entsteht der Neubau des Kompetenzzentrums der RAH Reutlinger Altenhilfe gGmbH direkt neben dem Bestand „Haus Voller Brunnen“.

Die bestehende Pflegeeinrichtung  muss aufgrund der veränderten Vorschriften aufgegeben werden. Der Neubau - geplant von weinbrenner.single.arabzadeh. - wird durch den Generalunternehmer Fa. REISCH aus Bad Saulgau realisiert.

In der Pflegeeinrichtung mit 72 stationären und 14 Kurzzeit-Pflegeplätzen werden auch die Großküche, Verwaltung und Mobiler Pflegedienst untergebracht.

Visualisierung: w.s.a. Architekten

 

Und weshalb #allesdichtmachen?

Das Baugebiet zwischen B28, Sondelfingen und Orschelhagen hat in weiten Teilen einen besonderen Untergrund: Der Lias Epsilon, auch bekannt als Ölschiefer. Dieses graue, blättrige Gestein kann zwar sehr hohe Bauwerkslasten abtragen, hat aber ein Problem: Bei Austrocknung bilden sich in den feinen Schichten Gipskristalle, die den Boden und auch ganze Häuser anheben können. Es gibt in Reutlingen Fälle von Hebungen mit bis zu 30 cm. Die Schäden sind dann enorm, viele Gebäude mussten deswegen auch schon abgerissen oder aufwändig saniert werden.

Wie lösen wir das Problem?

Unter Begleitung und Beratung durch das Ingenieurbüro VEES | PARTNER aus Stuttgart wurde ein Abdichtungs- und Bewässerungssystem entwickelt. Dies funktioniert mit zwei Komponenten: Erstens eine vollflächige Abdichtung des Erdplanums unterhalb der gesamten Gründung und Bodenplatte. Und zusätzlich eine aktive Bewässerung dieser Abdichtung über eine Drainageschicht. Dabei wird das Regenwasser von den Dächern über Kontroll- und Überlaufschächte unter dem gesamten Gebäude verteilt.

Quelle: Webcam Fa. Reisch.

Im Vordergrund die Flächenabdichtung, im Hintergrund erster Abschnitt des Erdgeschosses.


Schweinehund: TOT!

Im Industriegebiet Bohnau in Kirchheim/Teck entsteht der Erweiterungsbau für das Fitnessstudio 20“20.

Die MERKLEGRUPPE als Generalübernehmer und Holzbauunternehmen hat in kurzer Planungs- und Bauzeit den Dreigeschosser verwirklicht. Auf dem massiven Erdgeschoss mit Parkgarage und Empfang sind zwei Geschosse in Holzbauweise aufgesetzt.

Betreiber Tobias Unger und sein Team fiebern der Fertigstellung - und dem Ende des Lockdowns - entgegen, sodass bald der Schweiß in den neuen Räumen und der Wellnesslandschaft fließen kann.

20“20 by Tobias Unger


Haus auf der Mauer

In Stuttgart-Feuerbach beginnt jetzt die Sanierung und Erweiterung des Jugendhauses "Camp Feuerbach". Interessant: Die Holzkonstruktion wurde 1992 auf einer freistehenden, runden Stützmauer auf dem Rand eines großen Regenüberlaufbeckens mit 38 m Durchmesser errichtet. Das Architekturbüro plus+ Prof. Peter Hübner entwickelte damals ein Jugend- und Freizeitcamp im Stil eines Schlosses, mit Cafeteria, Mehrzweckräumen und Treffs. Im Obergeschoss befanden sich Übernachtungsräume - spartanisch - ungedämmt - als Sommercamp.

Die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH saniert das Gebäude wieder unter Planung und Regie von plus+ bauplanung. Nach einem Teilabriss und Rückbau auf die rohe Holzkonstruktion folgt die Erweiterung und energetische Sanierung. Es entstehen neue Gemeinschafts- und Werkräume für die Jugend- und Sozialarbeit sowie Büros.

Siehe auch

2 Originalfotos und Isometrie von plus+ bauplanung gmbh